Sexualstörungen

Welche sexuelle Störungen gibt es, die durch Verhaltenstherapie erfolgreich behandelt werden können?

 

Zu den häufigsten sexuellen Störungen gehören:

 

  • Schwierigkeiten körperlich erregt zu werden bzw. eine Erektion zu bekommen oder zu halten
  • Eine unbefriedigende Kontrolle über den Zeitpunkt des Höhepunkts
  • Probleme zum Höhepunkt zu kommen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Mangel an sexueller Lust

 

Sexualtherapie

Sexualtherapie ist Psychotherapie, die sexuelle Störungen direkt behandelt. Da eine sexuelle Störung in der Partnerschaft beide Partner betrifft, hat es sich bewährt, beide Partner in die Behandlung einzubeziehen.

 

Zunächst geht es in der Therapie darum, ein Verständnis für die Ursachen und die Aufrechterhaltung des Problems zu gewinnen. Dabei wird auch über Erwartungen und Wünsche in der Sexualität und in der Partnerschaft gesprochen. Hauptziel ist es dann, zunächst den Druck, “richtig funktionieren zu müssen”, abzubauen. Schrittweise wird geklärt, welche Voraussetzungen erforderlich sind, um das Problem zu überwinden.

 

Partnerübungen außerhalb der Therapiesitzungen, zu Hause, tragen dazu bei, die sexuelle Kommunikation zu erleichtern und helfen, das Problem zu überwinden. 

 

Ist die Partnerbeziehung ohne andere Probleme, erstreckt sich die Behandlung in der Regel über ca. 20 Termine. Fällt es den Partnern schwer, miteinander zu reden, werden zu Beginn der Behandlung Hilfen vermittelt, damit das Miteinander-Reden leichter wird. Die Behandlung dauert dann ca. 20-30 Termine.

 

In wieweit eine sexualtherapeutische Behandlung erfolgreich ist, hängt u.a. von der Motivation beider Partner ab. In ca. 2/3 aller Fälle kann eine Sexualtherapie befriedigend helfen.

 

Literaturempfehlungen:

  • Zilbergeld, B. (2000): Die neue Sexualität der Männer. dgvt Verlag
  • Schnarch D. (2016): Die Psychologie sexueller Leidenschaft. Klett-Cotta Verlag